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Gemeindekrisenstab Dellach im Drautal – gut vorbereitet für den Ernstfall
Der Gemeindekrisenstab Dellach im Drautal zieht eine positive Zwischenbilanz seiner bisherigen Arbeit und blickt auf eine erfolgreiche Aufbau- und Übungsphase der vergangenen Jahre zurück. Ziel der engagierten Mannschaft rund um den Bürgermeister und die Einsatzorganisationen ist es, im Ernstfall rasch, koordiniert und effizient handeln zu können.
Wann wird der Katastrophenfall ausgerufen?
Ein Katastrophenfall wird nur von der zuständigen Behörde ausgerufen. Diese ist auf Gemeindeebene der Bürgermeister, auf Bezirksebene der Bezirkshauptmann und auf Landesebene der Landeshauptmann. Diese Information wird umgehend in den lokalen und regionalen Medien bekanntgegeben bzw. über den AT-ALERT kommuniziert.
Was bisher geschah:
2023: Mit der ersten Sitzung unter der Leitung des Bürgermeisters und der Kommandanten der örtlichen Feuerwehren, wurde der Grundstein gelegt. In diesem Zuge erfolgte auch die Einberufung der ehrenamtlichen Mitarbeiter des Gemeindekrisenstabs.
2024: Im Fokus standen Schulungen und Planspiele, um Abläufe und Kommunikationswege zu trainieren. Ein Höhepunkt war die erste große gemeinsame Übung mit der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Dellach, der FF Draßnitzdorf, der FF Stein, dem Roten Kreuz sowie der Bergrettung Oberes Drautal. Die Zusammenarbeit zwischen den Organisationen verlief dabei äußerst erfolgreich - es konnten jedoch auch einige Lehren aus dieser Übung gezogen werden.
2025: Das Jahr steht im Zeichen der Erweiterung des Teams, vor allem in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Logistik und Blackout-Vorsorge sowie der inhaltlichen Fortbildung der Mitglieder des Krisenstabs. Unter der Leitung von BH-Stellvertreter Dipl.-Ing. (FH) Dipl.-Ing. Mag. Oliver Hanke fand eine umfassende rechtliche Schulung statt. Zudem wurde das gesamte Gemeindegebiet auf Funkschatten überprüft, um im Katastrophenfall eine lückenlose Kommunikation sicherstellen zu können.
2026: Schwerpunktjahr: Erdbeben mit anschließender Strommangellage.
Der Krisenstab der Gemeinde bereitet sich im Jahr 2026 auf ein mögliches Erdbebenszenario mit einer anschließender Strommangellage (Blackout) vor. Dies erfolgt durch regelmäßige Übungen, die Aktualisierung von Alarmplänen sowie die Einrichtung einer funktionierenden Notfallkommunikation.
Dabei werden alle lokalen Einsatzorganisationen wie: Feuerwehr, Rettung und Bergrettung aber auch die Wasserversorgung und mögliche Notunterkünfte koordiniert, um die Bevölkerung auch bei einem längeren Stromausfall versorgen bzw. unterstützen zu können.
Zusätzlich werden die Verfügbarkeit von Treibstoff, Notstromaggregaten und Kommunikationsmitteln überprüft. Ebenso werden zentrale Sammelstellen für Bürgerinnen und Bürger festgelegt. Ziel dieser Vorbereitungen ist es, die Handlungsfähigkeit der Gemeinde auch unter schwierigen Bedingungen sicherzustellen und Schäden sowie Versorgungsengpässe möglichst gering zu halten.
Als Höhepunkt dieser Vorbereitungen ist die Teilnahme an einer multinationalen Übung geplant. Von 13. bis 15. November 2026 wird durch den Landeskrisenstab eine gemeinsame Übung mit Slowenien, Italien, der Steiermark, dem Land Salzburg und Kärnten koordiniert. Ziel dieser Übung mit dem Arbeitstitel „Combined Success“ ist es, die Krisenstäbe zu trainieren, Notfalltreffpunkte - sogenannte Leuchttürme - festzulegen und die behördliche überregionale Krisenkommunikation zu stärken.
Teile dieser multinationalen Übung werden am 14. November 07:00 bis 14:00 Uhr im Gemeindegebiet Dellach stattfinden. Hierzu werden die Bürgerinnen und Bürger zeitgerecht informiert.